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Kriechender Hahnenfuß

Ranunculus repens

 

Der Kriechende Hahnenfuß gehört im zeitigen Frühjahr zu den ersten Futterpflanzen. Sogar stärkerer Frost kann ihm nichts anhaben. Schildkröten, die aus der Winterstarre kommen, sind verrückt danach. Selbst mäkelige Tiere bekommt man damit zum Fressen. Er gilt als schwach giftig, allerdings erst beim Auftreten der Blüte. Es sind die  Alkaloide Protoanemonin und Anemonin, die sich im Laufe der Vegetationsperiode im Kriechenden Hahnenfuß anreichern. (Quelle: Kosmos, "Was blüht denn da?") Vor der Blüte verfüttere ich ihn ohne Bedenken - natürlich nicht in rauhen Mengen oder als Alleinfutter. Blühende Pflanzen verfüttere ich nicht, aber dazu kommt es im Gehege sowieso nicht. Leider raten die meisten Experten kathegorisch von der Fütterung ab, einfach aus dem Grund, weil sie den Schildkrötenhaltern nicht zutrauen, giftige und ungiftige Hahnenfußarten auseinanderzuhalten.

Der Scharfe Hahnenfuß Ranunculus acris enthält größere Mengen Protoanemonin und wird als giftig eingestuft. Weidetiere fressen normalerweise drum herum, weswegen sich im Sommer typische gelbblühende Inseln auf den Weiden bilden. Somit hat er kaum natürliche Feinde und breitet sich aus wie die Pest. Als Heu darf es an Weidetiere verfüttert werden. Auch Schildkröten meiden ihn normalerweise.

Eine interessante Beobachtung machten die Wissenschaftler Longepierre&Grenot 1999. Sie beobachteten, dass Schildkröten vor einer Entwurmung große Mengen Ranunkel-Gewächse zu sich nahmen, zu denen auch der Hahnenfuß gehört, während sie nach der Entwurmung auf ungiftige Korbblütler umstiegen. Mehr dazu

Es gibt noch weitere mehr oder weniger giftige Hahnenfußarten, die aber relativ selten vorkommen. Einige stehen sogar unter Naturschutz.

 

   

links Kriechender rechts Scharfer Hahnenfuß

 

Unterscheidungshilfe Kriechender oder Scharfer Hahnenfuß

Hier einige Tipps, wie man den Kriechenden und den Scharfen Hahnenfuß leicht auseinanderhalten kann:

   

1. Blattform: Das Blatt des Kriechenden Hahnenfuß (Bild links) ist dreizählig. Zwei Blätter zweigen rechts und links ab, das dritte Blatt sitzt an einem deutlich längeren Stiel, s. rote Markierung
Das Blatt des Scharfen Hahnenfußes (Bild rechts) ist handförmig um den Stiel angeordnet. Es ist  fünfzählig, manchmal siebenzählig.

Die gelben Blüten beider Arten sehen sich zum Verwechseln ähnlich. Die Blüten sind übrigens nicht giftig. Früher verwendete man sie zum Färben von Butter - daher auch die Bezeichnung "Butterblume".

     

2. Ranken oder keine? Der Kriechende Hahnenfuß bildet zur Vermehrung die typischen Ranken. Scharfer Hahnenfuß (Bild oben) wächst in die Höhe. Er bildet niemals Ranken.

 

  

3.Pigmentierung:  Typisch für den Kriechenden Hahnenfuß ist die weiße oder schwarze Pigmentierung in den Einkerbungen. Von Ferne sieht es wie ein Punktmuster aus. 

 

   


 

 

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